Karmel zum Prager Jesulein

(21. Okt. 1896 – 30. Okt. 1944)

Prager Jesulein

Prager Jesulein

Am 21. Oktober kamen einige Karmelitinnen aus dem Karmel Aachen, der inzwischen von den Kölner Schwestern gestiftet worden war, um den Kölner Karmel wiederzubeleben. Sie wohnten zunächst in der Steinfelder Gasse. Durch die großzügigen Spenden von Frau Le Hanne und Gräfin von Schaesberg für den Ankauf eines Gartengeländes in Köln-Lindenthal an der Dürener Straße, konnte am 21. September 1897 mit dem Neubau begonnen werden. Zwei Jahre später, am 27. September 1899, konnte die Kommunität in den neuen Karmel zum Prager Jesulein einziehen.

Karmel Köln Lindenthal

Karmel Köln Lindenthal

In den Jahren 1904-1906 werden große Teile des ehemaligen Karmel Maria vom Frieden abgerissen und dafür eine Pfarrwohnung und eine Volksschule errichtet. Am 14. Oktober 1933 trat Edith Stein in den Karmel Köln-Lindenthal ein. Sie erhielt bei ihrer Einkleidung am 15. April 1934 den Namen Sr. Teresia Benedicta a cruce und legte am 21. April 1935 ihre zeitliche Profeß, am 21. April 1938 ihre ewige Profeß ab.

Sie ist die bekannteste Schwester unserer Gemeinschaft. Um den Konvent wegen ihrer jüdischen Abstammung nicht zu gefährden, war Sr. Benedicta ein Jahr nach dem 300-jährigen Bestehen des Karmel Köln in der Silvesternacht 1938 in den Echter Karmel in die Niederlande geflohen. Auf dem Weg hat sie das Gnadenbild der Friedenskönigin in der Schnurgasse noch besucht.

Karmel Köln Lindenthal

Karmel Maria vom Frieden

Dieses kostbare Gnadenbild der Friedenskönigin verbrannte, als während des Zweiten Weltkrieges am 28. April 1942 Brandbomben die Kirche trafen. Auch Kloster und Kirche des Karmel in Köln-Lindenthal wurden am 30. Oktober 1944 restlos zerstört, und Sr. Johanna a cruce kam dabei ums Leben. Die Schwestern fanden Zuflucht bei ihren Mitschwestern im Karmel Welden bei Augsburg.