Karmel St. Joseph

(3. Juni 1859 – 20. Juli 1875)

Karmel St. Joseph

Karmel St. Joseph

Die Kölner Bürgerin Katharina Esser (geboren am 1. September 1804) bemühte sich nach 1830 um die erneute Ansiedlung von Karmelitinnen in Köln. Als am 3. Juni 1850 schließlich drei Karmelitinnen aus Lüttich zur Wiederbegründung des Kölner Karmel eintrafen, wurde Katharina Esser nach der kanonischen Errichtung des Karmel am 7. Juni 1850 als erste Postulantin aufgenommen und erhielt bei ihrer Einkleidung den Namen: Sr. Franziska von den unendlichen Verdiensten. Die Schwestern siedelten sich zunächst in der Dechanei von St. Kunibert an. Am 1. September 1851 konnte man ein Haus und Grundstück beim Gereonskloster erwerben. Es dauerte jedoch noch bis zum 7. Juli 1853, bis die Kommunität in den von Vincenz Statz errichteten Neubau Karmel St. Joseph am Gereonskloster einziehen konnte. Am 1. Oktober 1856 wurde Sr. Franziska zur Priorin gewählt. Schon wenige Jahre nach der Konsekration der Kirche am 22. August 1863 wurden die Schwestern durch die Preußischen Maigesetze während des Kulturkampfes (1871-1887) gezwungen, ins Exil nach Echt bei Roermond zu gehen.

Nachdem man in Echt mit einem Neubau beginnen wollte, verkauften die Schwestern die Gebäude ihres ehemaligen Klosters in Köln, das inzwischen ein Mädchenheim geworden war. Erst am 21. Oktober 1896 kehrten einige von ihnen zurück, um in Köln einen neuen Karmel zu errichten.