| 1937,
anläßlich der Feier des 300 jährigen Bestehens des Kölner
Karmel, wude das Gnadenbild von der Pfarrkirche in den Karmel in die Dürener
Straße gebracht. In ihren Briefen berichtet Edith Stein von den festlichen
Tagen. Als sie am 31. Dezember 1938 wegen der Verfolgungen der Juden
nach Echt in die Niederlanden übersiedelte, galten ihre letzten Schritte
in Deutschland dem Besuch der Friedenskönigin in der Pfarrkirche an
der Schnurgasse. Am 26. April 1940 schrieb Edith Stein an ihre geistliche Freundin, Mater Petra Brüning, Oberin der Ursulinen in Dorsten: "In der Fastenzeit habe ich etwas sehr Schönes arbeiten dürfen: Messe und Offizium für ein Fest der Regina Pacis. Von Köln aus wollen sie ein Fest I. Klasse für die ganze Kirche in Rom beantragen (9. Juli)." In der wachsenden Bedrohung durch die Nationalsozialisten bot Edith Stein ihr Leben dem Herzen Jesu an "als Sühneopfer für den wahren Frieden". Sie sah vorraus, daß Jesus gewiß in diesem Tagen noch viele andere dazu rufen wird. Passionssonntag, 26. März 1939. In ihrem Testament vom 30. Juni 1939 bat sie den Herrn, "daß er ihr Leben und Sterben annehmen möchte für die Rettung Deutschlands und den Frieden der Welt." Sicherlich war es Gottes Fügung, daß Edith Stein 1933 in einen Karmel eingetreten ist, dessen historischer Auftrag darin besteht, in besonderer Weise durch die Fürsprache der Gottesmutter um den Frieden in der ganzen Welt zu beten. Die Anrufung "Unser Haus ist das Deine, Königin des Friedens," wurde von Edith Stein Ostern 1938 niedergeschrieben. Sie bezog sich dabei auf den Kölner Karmel. Nach dem 2. Weltkrieg als Papst Pius XII. unser neues Gnadenbild segnete und unserer Kirche zu Kriegsopfergedächtniskirche erklärte, hat er folgendes Gebet verfaßt, das unsere Gemeinschaft jeden Tag nach der hl. Messe stellvertretend für allem Menschen um den Frieden in Kirche und Welt betet. |
| 2. Gebetsgemeinschaft für den Frieden |
Jeder,
der sich diesem wichtigen Gebetsanliegen anschließen möchte,
kann unserer "Gebetsgemeinschaft" beitreten. Eingeladen
sind
Nähere Informationen
über die Mitgliedschaft erhalten sie von unserer Sr. Ursula unter:
Gebetsgemeinschaft Die Mitgliedschaft
erfolgt durch eine schriftliche Meldung an den Kölner Karmel und
durch die Eintragung in das dort geführte Buch der Gebetsgemeinschaft.
Bitte teilen Sie uns hierzu Ihren Namen, Ihre Anschrift und Ihr Geburtsdatum
mit.
|
|
Tägliches
Gebet zur Friedenskönigin
O Mutter der Barmherzigkeit,
erflehe du uns von Gott den Frieden! Und vor allem jene Gnaden, die in
einem Augenblick die menschlichen Herzen umwandeln können, jene Gnaden,
die den Frieden vorbereiten, schließen und sichern! Königin
des Friedens, bitte für uns und gib der streitenden Welt den Frieden,
den die völker ersehnen, den Frieden in der Wahrheit, in der Gerechtigkeit
und in der Liebe Christi! Gib ihr den Frieden der Waffen und den Frieden
der Seelen, damit Gottes Reich sich in der Ruhe der Ordnung ausbreite.
(Pius XII). |
|
Gebet um den Frieden Maria, Königin des Friedens, schenke uns den Frieden mit Gott, verleihe uns den wahren Frieden des Herzens, erfülle uns mit Liebe zu unseren Brüdern und Schwestern, tröste die Kranken, bekehre die Sünder, verbreite immer mehr den Frieden unter den christlichen Familien, führe die Völker der Erde zu aufrichtiger Eintracht, behüte uns alle an Leib und Seele, erbitte den Lebenden die Gande deines göttlichen Sohnes und den Sterbenden einen seligen Heimgang zum Vater im Himmel. Amen.
Dich
zur Mutter hat erkoren O
du Mutter, reich gesegnet, Gib,
daß wir in Frieden leben, O
Maria, lasse steigen Königin,
du Friedenstaube, Gottes
Gnade wird uns beschieden |
![]() |
|
|
Durch ihren häufigen
Aufenthalt in der Benediktinerabtei Beuron hatte Edith Stein den Greorianischen
Gesang in seiner Nüchternheit schätzen gelernt. Sie hat es nach
ihrem Eintritt in den Karmel sehr bedauert, daß dort kein Choral
gesungen wurde. |
![]() |
| "Ich
wünsche sie auch manchmal herbei, um etwas Choralherrlichkeit in unsere
Armut zu bringen. Meine jungen Schwestern im Noviziat sind sehr hungrig
danach. Ich habe in der Rekreation schon viel von Beuron erzählt und
Bilder gezeigt. Am liebste sollte ich das ganze Offizium vorsingen, und
dann tut es mir immer so leid, daß ich so wenig kann. ... In unseren
Satzungen steht, daß der Choral dort wo er eingeführt ist, beibehalten
werden kann. Aber bei uns ist er nicht eingeführt, und ich wage heute
noch nicht zu beurteilen, ob es wünschenswert wäre. (Brief 297,
29f.)" Auf ihre Initiative hin erlangte man vom damaligen Provinzial die Erlaubnis, in der Messe "Lateinischen Choral" singen zu dürfen. Um die Schwestern darin zu unterweisen, kam Pater Anno von Siegburg eigens nach Köln. Die Tradition des Choralgesangs hat sich bis heute erhalten. Besonders an den Sonntagen, an Festen und Hochfesten wird in unserem Konventamt der Gesang des "Gregorianischer Chorals" gepflegt. |